Spuki, Folge 3: Das Schreckgespenst in Nöten
    
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Es wurde Abend. Spuki saß auf der Turmspitze des Schlosses, ließ sein Geisterhemd im frischen Abendwind flattern und sah zu, wie die rotglühende Sommersonne langsam und müde am Horizont verschwand. Die Schwalben pfiffen sich ein freundliches ”Gute Nacht” zu, und in der Ferne ließ ein Käuzchen sein ”Schlaf gut-schlaf gut” erschallen. Pustekuchen - schlaf gut, dachte Spuki grimmig. Ich bin ein Gespenst und für ein Gespenst fängt das Leben jetzt erst an. Aber ach - Spuki seufzte leidvoll auf - was war das für ein Leben, wenn niemand da war, den man hätte bespuken können. Niedergeschlagen wollte er sich ins Schloss zurückziehen, als er plötzlich ein leises vergnügtes Pfeifen vernahm. Er spähte um sich und entdeckte einen Wanderer, der langsam und gemütlich auf einem Mondstrahl dahergezockelt kam. Ein anderes Gespenst! Und was für ein Gespenst! Auf seinen Schuhen saß der Staub von Kontinenten, sein Hemd war über und über besetzt mit bunt schillernden Flicken, auf seinem Kopf saß eine verwegene Mütze, an seinem linken Ohr hing ein glitzernder Goldring, über seiner Schulter trug er einen Wanderstab, an dessen Ende ein buntkarierter Leinenbeutel geknotet war. Wer weiß, wer das ist?
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