Manchmal grünet das Ziel
  
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Mit Hacks durchstreift Gunter Schoß "Märkische Wiesen" und ein "Märkisches Museum", bemächtigt sich der "Kunstformen der Geschichte" und liest schließlich den Freunden der Außenpolitik die Leviten mithilfe von "Zwei Denkwürdigkeiten aus preußischen Feldzügen". So gehen poetische Sichten in Natur und Historie zusammen. Faltenreich bietet sich dem Auge die Erdfläche, und faltenreich erscheint die menschliche Geschichte dem Bewusstsein. Nicht immer ist der Faltenwurf schön, doch schön wird er in seiner Darstellung durch den Dichter. Und im Ton der Interpration der Hacks-Texte von Gunter Schoß, der sie unvergesslich eindringlich wiedergibt – z.B. das Gedicht, das der Sammlung den Titel gab. Zwei CD – eine mit Hacks-Gedichten; und eine andere mit einer erzählend-polemischen Abrechnung mit dem Niedergang der DDR-Politik und der sozialistischen Staatenwelt in den achtziger Jahren. Schon im März 1987 schrieb Hacks den Text, der für Gunter Schoß ein historisches Exempel darstellt: Ein bedeutender staatstheoretischer wie -praktischer Essay, eben ein staatspolitischer, mit vielen denkwürdigen Sätzen, wie Schluss zu machen geht mit der Außenpolitik und mit der Geschichte zu beginnen sei. Flankiert wird diese bitter-amüsante und nachdenkliche Prosa durch Lyrik: lieblich-herbe Landschaftsgedichte aus der Mark Brandenburg und historische Balladen, die prägnante Ereignisse und berühmte Persönlichkeiten zum Gegenstand haben.
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