Gefängnis-Tagebücher  1924 & 1944
    
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Hans Fallada, 1893 als Rudolf Ditzen geboren, wuchs in einer gutbürgerlichen Familie in der Universitätsstadt Greifswald auf. Er litt einen Großteil seines Lebens unter psychischen Problemen und kam mehrfach ins Gefängnis und in eine Nervenklinik. Auf dem Gymnasium wurde er nach einem missglückten Selbstmordduell des Totschlags an einem Schulkameraden angeklagt. Und schon bald wurde er arbeits-, drogen- und alkoholsüchtig. Trotz seiner labilen Psyche und seiner Sucht hatte Hans Fallada, wenn er zum Schreiben kam, einen prägnanten Stil. Dieser Band umfasst Falladas Gefängnis-Tagebücher 1924 sowie 1944, bei dem er v.a. mit dem Nationalsozialismus abrechnet.

Hans Fallada, eigentlich Rudolf Wilhelm Friedrich Ditzen (1893-1947) war ein deutscher Schriftsteller. Bereits mit dem ersten, 1920 veröffentlichten Roman ”Der junge Goedeschal” verwendete Rudolf Ditzen das Pseudonym Hans Fallada. Es entstand in Anlehnung an zwei Märchen der Brüder Grimm. Der Vorname bezieht sich auf den Protagonisten von ”Hans im Glück” und der Nachname auf das sprechende Pferd Falada aus ”Die Gänsemagd”: Der abgeschlagene Kopf des Pferdes verkündet so lange die Wahrheit, bis die betrogene Prinzessin zu ihrem Recht kommt. Fallada wandte sich spätestens 1931 mit ”Bauern, Bonzen und Bomben” gesellschaftskritischen Themen zu. Fortan prägten ein objektiv-nüchterner Stil, anschauliche Milieustudien und eine überzeugende Charakterzeichnung seine Werke. Der Welterfolg ”Kleiner Mann – was nun?”, der vom sozialen Abstieg eines Angestellten am Ende der Weimarer Republik handelt, sowie die späteren Werke ”Wolf unter Wölfen”, ”Jeder stirbt für sich allein” und der postum erschienene Roman ”Der Trinker” werden der sogenannten Neuen Sachlichkeit zugerechnet.
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